Aug 04

Die aleo solar AG hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 einen Umsatz von 166,4 Mio. Euro erzielt. Damit fiel der Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 (232,0 Mio. Euro) um 28,3 Prozent. Das EBIT betrug -23,5 Mio. Euro (3,4 Mio. Euro), die EBIT-Marge lag bei –14,1 Prozent (1,5 Prozent). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf –1,87 Euro (0,13 Euro), die Produktionsmenge stieg auf 197,7 Megawatt (161,6 MW).

„Das zweite Quartal war in Deutschland von der Unsicherheit über die Ausgestaltung der EEG-Novelle geprägt“, sagt York zu Putlitz, Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der aleo solar AG. „Da die Einspeisevergütung rückwirkend zum 1. April 2012 stark gekürzt wurde, fiel die Nachfrage entsprechend gering aus.“ Dagegen belebte sich das internationale Geschäft im Vergleich zum ersten Quartal, insbesondere in Italien und Griechenland. Dementsprechend stieg der Auslandsanteil am Umsatz im ersten Halbjahr 2012 auf 58,3 Prozent (49,9 Prozent).

Im weiteren Jahresverlauf rechnet die aleo solar AG mit einem anziehenden Geschäft in Deutschland. Dort sind weiterhin attraktive Renditen zu erzielen. International wird die Nachfrage wegen der starken Vergütungskürzungen jedoch verhalten ausfallen. So verschlechtern sich in Italien mit dem ab Ende August gültigen Conto Energia V die Rahmenbedingungen für Investitionen in Photovoltaik-Anlagen. Da das Volumen der europäischen Kernmärkte stagniert und sich der Preisverfall im Gefolge der Vergütungsabsenkungen fortsetzen dürfte, werden Umsatz und Ergebnis weiterhin stark belastet. Deshalb passt die aleo solar AG die Umsatzprognose erneut an: Mit Veröffentlichung des Zwischenberichts Januar bis März 2012 war die ursprüngliche Umsatzerwartung von 440 Mio. Euro bereits auf 410 Mio. Euro reduziert worden. Nun wird im Geschäftsjahr 2012 ein Umsatz von mindestens 370 Mio. Euro und ein deutlich negatives Ergebnis erwartet.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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