Dez 09
AZUR SPACE Solar Power fertigt Solarzellen mit 40 Prozent Wirkungsgrad - hier: (v.l.n.r) Dr. rer. nat. Klaus-Dieter Rasch, Hansjörg Lerchenmüller, Dr. rer. nat. Andreas W. Bett (Foto: Deutscher Zukunftspreis)

AZUR SPACE Solar Power fertigt Solarzellen mit 40 Prozent Wirkungsgrad - hier: (v.l.n.r) Dr. rer. nat. Klaus-Dieter Rasch, Hansjörg Lerchenmüller, Dr. rer. nat. Andreas W. Bett (Foto: Deutscher Zukunftspreis)

Die AZUR SPACE Solar Power GmbH, Heilbronn, fertigt mit Weltraumtechnologie Solarzellen für terrestrische Konzentratoranwendungen (CPV), die 40 Prozent des Sonnenlichts in Strom umwandeln. Diese Technologie ist in sonnenreichen Gegenden das wirtschaftlichste Verfahren, um Solarstrom zu gewinnen. Für ihre Entwicklung und Markteinführung wurde das Team bestehend aus Geschäftsführer Dr. Klaus-Dieter Rasch, Dr. Andreas Bett (Fraunhofer ISE) und Hansjörg Lerchenmüller (Soitec Solar) für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Bundespräsident Wulff gibt am 14. Dezember bekannt, welches der insgesamt drei Teams den Preis erhält.

„Während die Hersteller von Silizium-Photovoltaikmodulen das technologische Entwicklungspotenzial weitgehend ausgeschöpft haben und sich immer mehr dem Kostendruck asiatischer Billiganbieter beugen müssen, ist das Potenzial der Konzentratortechnologie noch lange nicht ausgeschöpft“, so Dr. Klaus-Dieter Rasch, Geschäftsführer der AZUR SPACE Solar Power GmbH. Basierend auf einer Produktionserfahrung von 1.000 MW Solarzellenäquivalenten (Raumfahrt und CPV) erreichen die AZUR SPACE Dreifachsolarzellen aus Galliumarsenid schon heute 40 Prozent Wirkungsgrad unter Konzentration. Die Serienfertigung einer neuen Generation von Solarzellen aus Galliumarsenid mit Wirkungsgraden im Bereich von 44 bis 45 Prozent ist für Anfang 2014 geplant.

Die drei Schichten der aktuellen Solarzelle wandeln unterschiedliche Bereiche der Solarstrahlung um. Sie nutzen das Sonnenspektrum insgesamt viel besser aus als eine herkömmliche Siliziumsolarzelle. Das besondere Know-how der AZUR SPACE Solar Power liegt in den Tunneldioden. Sie verbinden die drei Schichten so, dass ohne Übergangsverluste eine einzige Solarzelle mit zwei elektrischen Anschlüssen entsteht.

Neben der Verwendung als Weltraumsolarzellen für Satelliten gewinnt die Adaption für terrestrische Konzentrator-Photovoltaik immer mehr an Bedeutung. Das große Wachstum in diesem Bereich hat AZUR SPACE auch 2011 eine zweistellige Steigerung des Umsatzes beschert, der in diesem Jahr erstmals 40 Millionen Euro überschreitet. Der Auftragsbestand an Konzentratorsolarzellen für 2012 liegt bereits heute über der Gesamtliefermenge des aktuellen Geschäftsjahres.

AZUR SPACE hat in den letzten Jahren im zweistelligen Millionenbereich in die Solarzellenproduktion investiert und zahlreiche neue Arbeitplätze am Standort Heilbronn geschaffen. Die Jahreskapazität beträgt 250 Megawatt. In einem modularen Ausbaukonzept sollen in den nächsten Jahren weitere 50 Millionen Euro investiert, die Kapazität zunächst verdoppelt und dann verdreifacht werden.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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