Okt 15
Das Team der Tōkai-Universität mit seinem Solarrennwagen. (Foto: Panasonic)

Das Team der Tōkai-Universität mit seinem Solarrennwagen. (Foto: Panasonic)

Auch in diesem Jahr hat Panasonic das Team der Tōkai-Universität in dem spektakulären Solarauto-Rennen „Bridgestone World Solar Challenge 2017“ quer durch Australien mit Solarmodulen und Lithium-Ionen-Akkus unterstützt. Für die neuartigen Back-contact-Solarzellen HIT®, die sich noch in der Forschung und Entwicklung befinden, war dies ein erster Härtetest unter realen Bedingungen.


Am Donnerstag, 12. Oktober 2017, endete das spektakuläre Solarauto-Rennen „Bridgestone World Solar Challenge 2017“, das 3.000 Kilometer – von Darwin im Norden bis Adelaide im Süden – quer durch Australien führte. Das Team der japanischen Tōkai-Universität, das auch in diesem Jahr von der Panasonic Corporation mit Solarmodulen und Lithium-Ionen-Akkus für seinen Rennwagen unterstützt wurde, landete auf dem 4. Platz. In dem 30. Jubiläumsjahr des Rennens haben 45 Teams aus 29 Ländern teilgenommen. „Der Bridgestone World Solar Challenge ist eines der härtesten Solarfahrzeug-Rennen der Welt und zeigt die enorme Leistungsfähigkeit der Solartechnik“, sagt Shigeki Komatsu, General Manager Solar Europe bei Panasonic. „Wir gratulieren dem Team herzlich zu der erfolgreichen Teilnahme.“

Seit dem Jahr 2011 unterstützt Panasonic das Team der Tōkai-Universität mit Komponenten wie hocheffizienten Solarmodulen HIT® und Lithium-Ionen-Akkus für den Rennwagen. Zum ersten Mal hat der Modulhersteller in diesem Jahr Module mit Back-contact-Zellen HIT® zugeliefert, die sich noch in der Forschung und Entwicklung befinden. „Damit haben unsere Back-Contact-Zellen den ersten Härtetest unter extremen Bedingungen und in der Realität bestanden“, kommentiert Shigeki Komatsu zufrieden.

Im Vergleich zu dem Rennen 2016 wurden die Bedingungen für die Solarfahrzeuge in diesem Jahr verschärft. Die Solarfläche durfte nur noch maximal vier Quadratmeter groß sein, im Vergleich zu sechs Quadratmetern im vergangenen Jahr. Um einen maximalen Solarertrag von der kleineren Solarfläche zu gewährleisten, steuerte Panasonic erstmals Module aus der Forschung und Entwicklung bei. Sie zeichnen sich durch Solarzellen HIT® mit Back-contact-Technologie aus. Dabei befinden sich alle Elektroden auf der Rückseite der Solarzellen. Die Zellen erreichen so einen Wirkungsgrad von 24,1% bei einer Leistung von 962 Watt. Das entspricht einer Steigerung von 0,9% im Vergleich zu den Modulen aus dem Jahr 2015.

„Back-Contact-Zellen HIT® stehen kurz vor der Industriereife. Andere Teams hingegen haben Module mit Gallium-Arsenid-Zellen genutzt, die zwar eine höhere Effizienz haben, aber, realistisch betrachtet, nicht in marktgängigen Anwendungen eingesetzt werden können. Das Team hat 300 Prozent gegeben und kann stolz sein“, sagt Shigeki Komatsu.

Das Besondere an den Solarmodulen HIT®, die Panasonic seit 2011 zugeliefert hat, ist ihre einzigartige Heterojunction-Technologie. In den Solarzellen ist ein kristallines Siliziumsubstrat mit amorphem Silizium, das üblicherweise in Dünnschichtmodulen verwendet wird, kombiniert. Dadurch reagieren die Zellen HIT® im Vergleich zu herkömmlichen kristallinen Solarzellen weniger empfindlich auf hohe Temperaturen. Solarmodule HIT® von Panasonic gehören deshalb zu den Photovoltaik-Modulen mit dem höchsten Solarertrag bezogen auf die Fläche. Wegen der besonderen Bauweise sind die Module auch besonders gut geeignet für das Rennen in Australien, wo sie sehr hohen Temperaturen durch die starke Sonneneinstrahlung standhalten müssen.

Die Lithium-Ionen-Akkus von Panasonic basieren auf einer einzigartigen Nickel-Kathoden-Technologie und erreichen so die höchste Energiedichte bei zylindrischen 18650-Akkus (Durchmesser: 18 mm; Höhe: 65 mm). Dadurch kann mehr Solarstrom aus den Modulen HIT® in den Akkus gespeichert werden, wodurch das Solarrennauto der Tōkai-Universität an bewölkten Tagen mit geringer Sonneinstrahlung längere Strecken zurücklegen konnte.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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