Nov 05
IBC SOLAR stellt in Indien schlüsselfertiges Megawatt-Kraftwerk mit TÜV-Zertifizierung fertig (Foto: IBC Solar)

IBC SOLAR stellt in Indien schlüsselfertiges Megawatt-Kraftwerk mit TÜV-Zertifizierung fertig (Foto: IBC Solar)

Die IBC SOLAR AG hat den Bau einer Photovoltaikanlage mit 5,5 Megawattpeak Leistung in Bhadla im indischen Bundesstaat Rajasthan fertiggestellt und an den indischen Investor übergeben. IBC SOLAR war für die komplette Projektplanung und Realisierung verantwortlich und gewährleistete in Kooperation mit seiner indischen Tochtergesellschaft eine kontinuierliche Qualitätskontrolle. Eine abschließende Zertifizierung durch den TÜV Rheinland garantiert dem Investor, dass das PV-Kraftwerk höchste deutsche Qualitätsstandards und bestmögliche Kosteneffizienz vereint.

Rajasthan ist einer der indischen Bundesstaaten mit der höchsten installierten Solarkapazität und verfolgt eine stringente Zubaupolitik. Das Projekt in Bhadla ist Teil eines größeren PV-Installationsgebiets nahe der pakistanischen Grenze mit mehreren, derzeit im Bau befindlichen Solarkraftwerken. Das Areal verfügt über ein eigenes Umspannwerk, das die Regierung von Rajasthan zur Einspeisung in das Hochspannungsnetz errichten ließ. IBC SOLAR schloss die Anlage bereits im August an das öffentliche Stromnetz an. Es war damit das zweite Projekt im gesamten Baubereich, das erfolgreich fertiggestellt wurde. Die Übergabe der schlüsselfertigen Anlage an den indischen Investor fand Ende Oktober nach einer offiziellen Zertifizierung durch die indische Sektion des TÜV Rheinland statt.

„Indien ist ein Markt mit hohem Wettbewerbsdruck und ist auch im Hinblick auf die Bautechnik äußerst anspruchsvoll – gerade was Klima- und Bodenbedingungen betrifft“, so Rohan Jhawar, Direktor des Investors LNB Renewable Energy Pvt Ltd (LN Bangur Group). „Als einem der wenigen EPC-Generalunternehmen weltweit gelingt es IBC SOLAR mit Erfolg, die Systemkosten niedrig zu halten und dem Kostenrahmen gerecht zu werden, ohne Kompromisse hinsichtlich der Qualität und Ausführung maßgeschneiderter Lösungen eingehen zu müssen. Die Qualität und Leistungsfähigkeit der Anlage wurde mit dem TÜV Rheinland durch eine unabhängige Einrichtung zertifiziert und stellt die Wirtschaftlichkeit unserer Investition über viele Jahre sicher.“

Durch die Wüstenlage war die Umsetzung des Projekts eine in logistischer und topografischer Hinsicht anspruchsvolle Aufgabe. Der nächstgelegene Güterbahnhof ist über eine Stunde Fahrt entfernt, der nächste Flughafen fast vier Stunden. Aufgrund der teilweise schlechten Straßenverhältnisse und dem daraus resultierenden hohen Schadensrisiko beschloss IBC SOLAR, die Module in Containern vom Hafen Mumbai zur Baustelle in der Nähe von Bhadla zu transportieren. Weitere Herausforderungen betrafen die Auslegung der Anlage und die Bauarbeiten. Der Boden am vorgesehenen Standort wies eine drei Meter dicke Deckschicht aus lockerem Sand auf, sodass dieser zunächst verdichtet, begradigt und von Wüstenvegetation befreit werden musste. Im Anschluss führte IBC SOLAR eine detaillierte Analyse der Bodenverhältnisse sowie eine Reihe von Tests durch, um die optimale Fundamentlösung bestimmen zu können. Schließlich entschied sich IBC SOLAR für eine spezielle Unterkonstruktion mit verbreiterten Pfahlfundamenten, um für eine erhöhte Stabilität gegen Windlasten zu sorgen. Um die durch die spezielle Unterkonstruktion entstandenen Mehrkosten aufzufangen, wurden die Module vierreihig und waagerecht montiert. So konnte insgesamt mit weniger Reihen gebaut werden. Um höchste Qualitätsstandards in Bezug auf die Komponenten und den Kostenrahmen zu erzielen, entschied sich der indische Investor LNB Renewable Energy für IBC PolySol-Markenmodule. Dank der strengen internen Qualitätssicherung ist IBC SOLAR in der Lage, eine über 20-jährige Leistungsgarantie auszusprechen.

Neben der speziellen Unterkonstruktion entschied sich das Engineering-Team für die Verwendung dezentraler String-Wechselrichter. Diese können im Unterschied zu Zentralwechselrichtern bei Schäden schnell repariert oder ausgetauscht werden. Das erleichtert sowohl Betrieb und Instandhaltung und minimiert zudem mögliche Ausfallzeiten. Zudem sind die String-Wechselrichter direkt unter den Modulen installiert und so zusätzlich vor Sand und Hitze geschützt.

„Das EPC-Projekt in Bhadla war ein großer Erfolg für IBC SOLAR und seine indische Tochtergesellschaft“, resümiert Reinhard Ling, Business Manager bei IBC SOLAR Projects Privat Ldt. in Mumbai. „Wir haben eng mit lokalen Arbeitskräften und Spezialisten zusammen gearbeitet und so eine maßgeschneiderte PV-Anlage fertiggestellt, die alle Anforderungen des Investors erfüllt. Unser Ziel war es nicht nur, Komponenten von hoher Qualität und deutschen Bautechnikstandards zu liefern, sondern auch einen effizienten Know-how-Transfer zu gewährleisten, wie er in aufstrebenden Märkten wie Indien besonders wichtig ist. Letztendlich können wir dem Investor ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und eine hohe Gesamtrentabilität garantieren.“

Die Niederlassung des TÜV Rheinland in Bangalore zertifizierte die Anlage nach der internationalen Norm IEC 62446. IBC SOLAR gab zudem eine unabhängige Renditebeurteilung und weitere Bewertungen internationaler Normen zu Niederspannung, elektrischer Sicherheit und Sicherheit von PV-Modulen in Auftrag. Dadurch gewährleistet das Unternehmen dieser Anlage langfristig bestmögliche Betriebsergebnisse und maximale Sicherheit der Investition.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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