Mai 12
IKEA installiert seine weltweit größte PV-Anlage (Foto: BE Netz / CH-Ebikon)

IKEA installiert seine weltweit größte PV-Anlage (Foto: BE Netz / CH-Ebikon)

Ende März wurde mit einer Leistung von 1,5 Megawatt die weltweit größte PV-Anlage auf einem IKEA Möbelhaus in Betrieb genommen. Die IBC SOLAR AG und ihr Schweizer Partnerunternehmen BE Netz AG unterstützten den schwedischen Einrichtungskonzern IKEA bei der Planung und Installation.

IKEA steht mit seinen Produkten überall auf der Welt für durchdachte Planung und vielseitig einsetzbare Lösungen. Das trifft auch auf die Photovoltaiksysteme von IBC SOLAR zu: Als Systemhaus mit einem weltweiten Fachpartnernetzwerk plant und installiert das Unternehmen individuell passende Lösungen für Gewerbebetriebe rund um den Globus. So auch für den internationalen Einrichtungskonzern, der auf dem Dach seiner Filiale in Rothenburg im Kanton Luzern nun ein von IBC SOLAR geliefertes Photovoltaik-Komplettsystem in Betrieb genommen hat. Das deutsche Systemhaus lieferte sowohl 5.840 Module des Typs IBC PolySol CS als auch sein Flachdachmontagesystem IBC AeroFix 10 und alle weiteren Komponenten.

Die besondere Herausforderung bei der Planung des Projekts war die geringe Traglastreserve des Daches, insbesondere unter Berücksichtigung der zusätzlichen Schneelast im Winter. Um das Gesamtgewicht der Photovoltaikanlage zu reduzieren, fiel die Entscheidung auf das aerodynamisch optimierte Halterungssystem IBC AeroFix 10. Die Module wurden mit einem flachen Neigungswinkel in Ost-West-Ausrichtung montiert. Das Modulfeld schließt zudem mit einem Modul an der Dachkante ab, anstatt wie sonst üblich mit einem Windblech. Dadurch bietet die Photovoltaikanlage dem Wind weniger Angriffsfläche. Als Resultat ist mit weniger als 5.000 Kilogramm nur noch sehr wenig zusätzlicher Ballast nötig, um der Solaranlage auf dem Flachdach die nötige Stabilität zu geben. Auf eine Verschraubung mit dem Dach wurde hingegen vollständig verzichtet.

Um eine spätere Verschattung der Module zu vermeiden, wurde das vorhandene Gründach mit einem Durchwachsschutz bedeckt. Eine zusätzliche Bautenschutzmatte musste jedoch nicht verlegt werden, da diese bereits in den Schienen des Montagesystems integriert ist. Die Menge des mithilfe von 1,5 Megawatt Modulleistung produzierten Stroms entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 400 Privathaushalten und führt zu einer Einsparung von 7.100 Tonnen CO2 in den kommenden 25 Jahren.

„Für IKEA gehört Nachhaltigkeit mittlerweile zum Selbstverständnis und das zeigen wir auch in unseren Filialen. Durch die Nutzung individuell geplanter Photovoltaikanlagen, schaffen wir es, unseren Beitrag für eine grüne Zukunft zu leisten“, so Alexander Gligorijevic, PR-Manager IKEA Schweiz. Auch Marius Fischer, Geschäftsführer von BE Netz, ist stolz auf das gemeinsame Vorzeigeprojekt: „Mit Freude durften wir auf dem Dach der IKEA-Filiale Rothenburg unsere bisher größte Solaranlage realisieren. Die Zusammenarbeit mit unserem Partner IBC SOLAR klappte bei jedem Projektschritt hervorragend.“ IBC SOLAR lieferte nicht nur alle Komponenten, sondern unterstützte BE Netz auch bei der Planung der Anlage. Mit Statikberechnungen, Anlagendesign und einer Vor-Ort-Beratung konnte das Großprojekt den hohen Anforderungen entsprechend umgesetzt werden.

Der auf dem IKEA-Dach produzierte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist, da die PV-Anlage unter den Rahmenbedingungen der „Kostendeckenden Einspeisevergütung“ (KEV) betrieben wird. Allerdings wird neben der klassischen Volleinspeisung auch der Eigenverbrauch von Solarstrom in der Schweiz immer populärer und wird seit dem vergangenem Jahr sowohl für privat wie auch gewerblich genutzte PV-Anlagen mit einem Investitionszuschuss staatlich gefördert.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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