Jul 31

GE hat den ersten Zentralwechselrichter für große Solarkraftwerke mit einer Gleichstrom-Leerlaufspannung von 1500 Volt installiert. Das Unternehmen markiert damit einen wichtigen technologischen Meilenstein um weiter die Systemkosten für erneuerbare Energiequellen zu senken. Der Wechselrichter trägt zur Reduktion der Gesamtsystemkosten bei: Das ist ein eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass Solarenergie eine wirtschaftlichere Alternative zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern wird.

Zentralwechselrichter sind eine entscheidende Komponente von Photovoltaik (PV)-Anlagen. Sie wandeln den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der dann ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Der mit einer maximalen Gleichstrom-Eingangsspannung von 1500 Volt arbeitende ProSolar Wechselrichter wurde von Power Conversion, einem Geschäftsbereich von GE Energy, entwickelt, gefertigt und an BELECTRIC, dem Weltmarktführer im Hinblick auf installierte Kapazität, geliefert. BELECTRIC setzt den fortschrittlichen Zentralwechselrichter von GE in seinem neuen Solarkraftwerk in Süddeutschland ein, das mit der 1500 Volt Gleichstrom-Systemtechnik von PADCON operiert.

„Das Zentralwechselrichtersystem ProSolar von GE mit seiner dynamischen Wirk- und Blindleistungsregelung ist dafür ausgelegt, effizient und rund um die Uhr zur Netzstabilität beizutragen. Diese Fähigkeit ist kaum zu überschätzen, weil sie dazu beiträgt, die schwankende Verfügbarkeit von Solarenergie zu kompensieren“, sagte Bernhard Beck, Geschäftsführer von BELECTRIC.

Der an BELECTRIC gelieferte 1500 Volt Zentralwechselrichter wurde für den Einsatz im Freien entwickelt und bietet eine Reihe wesentlicher Vorteile. Insbesondere der Betrieb mit höherer DC-Eingangsspannung ermöglicht eine geringere Gleichstromstärke und eine Erhöhung der Wechselrichterleistung. Das trägt dazu bei , die Kosten sowohl für die technische Gleichstrom-Infrastruktur sowie die Gesamtsystemkosten erheblich zu senken. Da die Leistung des Wechselrichtersystems hauptsächlich durch die Stromstärke begrenzt wird, kann die Erhöhung der Betriebsspannung die Leistung deutlich steigern, was zu zusätzlichen Kosteneinsparungen führt.

Der neue 1500-Volt Wechselrichter ist nicht größer als der herkömmliche 1000 Volt-Wechselrichter von ProSolar, weist aber durch die höhere Gleichstrom-Betriebsspannung und höhere Ausgangsleistung eine größere Leistungsdichte bei gleichem Platzbedarf auf. Er ermöglicht damit eine optimierte und flexible Standortplanung. Die in Berlin entwickelte, flüssiggekühlte und verbesserte Leistungselektronik sorgt insbesondere im Teillastbetrieb für hohe Effizienz.

Die Wechselrichtertechnologie von GE Energy hat sich durch eine extrem hohe Verfügbarkeit bewährt und baut auf den Erfahrungen des Unternehmens bei der Fertigung von Frequenzumrichtern für die Windenergiebranche, die Öl-, Gas- und Metallindustrie und weitere industrielle Anwendungen auf.

„In bestimmten Ländern wird mit Nachdruck daran gearbeitet, die Photovoltaik auf Netzparität zu heben. Unser 1500 Volt-Wechselrichter ist hier ein echter Durchbruch. Die Technologieoptionen von GE können unseren Kunden dabei helfen, Richtlinien für erneuerbarer Energien zu unterstützen und auf langfristige Energiesicherheit angelegte Solarprojekte umzusetzen“, sagte Georg Möhlenkamp, Global Product Leadership Manager für den Geschäftsbereich Power Conversion von GE Energy. „Es ist ein fundamentaler Bestandteil der langfristig angelegten Technologie-Entwicklungsstrategie von GE Energy, die Kosten für die Stromerzeugung mit Solarenergie durch kontinuierliche Innovation zu senken.“

Die Solarwechselrichtertechnologie reiht sich in ein breites Produkt- und Dienstleistungsportfolio von GE Energy ein, mit dem das Unternehmen den Wandel der deutschen Energiepolitik unterstützt, die bis zum Jahr 2020 eine Steigerung des Anteils von erneuerbaren Energien auf 35 Prozent des Gesamtenergiebedarfs vorsieht. Durch den Einsatz des ProSolar-Zentralwechselrichters zur Kostensenkung bei der Erzeugung von Solarstrom werden PV-Projekte zunehmend zu einer wirtschaftlichen Alternative zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern werden.

Das im September 2011 übernommene Unternehmen Converteam wurde unter dem Dach von GE Energy zum Geschäftsbereich Power Conversion. Der Geschäftsbereich Power Conversion befasst sich mit Energieumwandlungssystemen und ihrer Anwendung bei der Transformation der bestehenden globalen Energieinfrastruktur. Im Mittelpunkt steht der Entwurf und die Umsetzung fortgeschrittener Motor-, Antriebs- und Steuerungstechnologien, die eine Weiterentwicklung heutiger Industrieprozesse hin zu größerer Umweltfreundlichkeit und höherer Produktivität ermöglichen. Davon profitieren nicht nur die Sektoren Energie und Schiffbau, sondern auch sonstige Industrien und die damit verbundenen Dienstleistungen.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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