Mrz 07
Perfektes Kleben von Siliziumbricks - hier: Automatisierte Klebeanlage (Foto: Arnold Gruppe Weilburg/ Deutschland)

Perfektes Kleben von Siliziumbricks - hier: Automatisierte Klebeanlage (Foto: Arnold Gruppe Weilburg/ Deutschland)

In der Waferherstellung nimmt das exakte Kleben der Siliziumbricks auf den Werkstückträger einen wichtigen Stellenwert ein. Nur eine dauerhaft reproduzierbare und im Sägeprozess haltbare Verbindung der Klebung si-chert einen hohen Ertrag des Sägevorgangs. Im Technologiezentrum der Arnold Gruppe in Weilburg/Deutschland demonstrieren Spezialisten den automatisierten Brick-Klebeprozess in einer eigens für die Prozessentwicklung installierten Klebezelle. Individuelle Termine für Interessenten sind jederzeit möglich.

Als ausgewiesener Automatisierungsspezialist für die Automobil- und Photovoltaikindustrie ist Arnold in der Lage, die einzelnen Prozessschritte der Brickfertigung – vom Cropping über Schleifen bis hin zur automatischen Brickverklebung – übergreifend zu optimieren. Je nach Kundenwunsch bietet Arnold eine komplette Produktlinie von automatisierten Klebesystemen. Diese basieren jeweils auf einem Industrieroboter mit hoher Verfahrgenauigkeit sowie einem hochpräzisen Dosiersystem für reproduzierbare Raupenaufträge beim Verkleben der Brickstücke. Je nach Komplexität und Anforderung wird das Grundsystem mit einer automatisierten Reinigungsstation für Bricks, einer Brick-Komissionierung zur Optimierung der Drahtsägenauslastung und einem Aushärtungslager ergänzt. Das System ermöglicht auch das automatisierte Fügen der Bricks mit Glasplatte und Grundträger.

Mit dem neu entwickelten Software-Tool AEPS (Arnold Easy Programming System) sind kundeneigene Anlagenführer und Prozesstechniker erstmals in der Lage, Bewegungs- und Prozessparameter innerhalb der Roboter- und Klebesteuerung intuitiv im zulässigen Rahmen selbst zu erstellen und zu editieren. Ein einzigartiges Werkzeug, um die Charakteristik der Kleberaupen wie Auftragsgeschwindigkeit oder Nahtdicke zu optimieren. Ganz einfach am Touchscreen – durch Antippen der gewünschten Position oder durch Verschieben oder Einfügen zusätzlicher Punkte. Expertenwissen über die Roboter-/SPS-Programmierung ist nicht er-forderlich.

Prozess- und Produktionsdaten werden durch Arpat (Arnold Process Ana-lysis Tool) in Echtzeit gesammelt, visualisiert, analysiert und protokolliert. Innerhalb eines geschlossenen Kreislaufes kann so der Bediener auf Veränderungen der für den Klebeprozess wichtigen Randbedingungen wie beispielsweise Chargenänderungen und Klebestoffalterung schnell reagieren und jederzeit – ohne teure Spezialisten anzufordern – Optimierungen vornehmen.

In der Photovoltaikindustrie werden noch immer rund 90 Prozent der notwendigen Klebearbeiten manuell durchgeführt und sind somit vom einzelnen Werker sehr abhängig. Dabei kann im automatisierten Prozess alleine der Klebstoffverbrauch um zirca 50 Prozent gegenüber dem manuellen eingespart werden. Die Automatisierung des Klebevorgangs reduziert die Bruchrate beim Wafersägen im anschließenden Drahtsägeprozess um mindestens zwei Prozent und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Fertigungskosten.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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