Dez 05

Immer mehr Unternehmen und Gewerbebetriebe investieren in eine unabhängige Energieversorgung mit Photovoltaikanlagen um ihre Energiekosten zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, denn Gewerbebetriebe zahlen je nach Jahresverbrauchsmenge bis zu 21 Cent (netto) pro Kilowattstunde, Tendenz steigend. Selbstproduzierter Solarstrom liegt dagegen im Vergleich nur zwischen 10 und 14 Cent und unterliegt zudem keiner Preiserhöhung. Um den eigenen Strom noch wirtschaftlicher zu nutzen, können Lastprofile helfen, die Eigenverbrauchsquote vorab besser zu prognostizieren.

Eine Investition, die sich schnell rechnet, denn je nach Eigenverbrauch refinanziert sich eine Photovoltaikanlage bereits nach wenigen Jahren und mit den geringen laufenden Kosten produzieren Unternehmen eine Teilmenge des Strombedarfs fast zum Nulltarif. Entsprechend den individuellen Lastprofilen und der Größe der Solarkraftwerke erreichen Betriebe eine typische Eigennutzung von 80 und in manchen Fällen sogar bis zu 100 Prozent. Verbraucht der Betrieb auch nachts Strom oder hat er während des Tages sehr große Verbrauchsschwankungen, ergänzt man die Photovoltaikanlage mit einem Stromspeicher um den Solarstrom noch effektiver zu nutzen.

„Angesichts steigender Strompreise stellen immer mehr Unternehmen auf die Teileigenversorgung um“ sagt Stefan Jakob, Geschäftsführer von enerix. Das Unternehmen hat sich auf Systeme für die Stromeigenversorgung von Betrieben mit Photovoltaikanlagen spezialisiert. „Wir legen die Systeme entsprechend den individuellen Lastprofilen der Unternehmen aus und dimensionieren die Photovoltaikanlage so, dass der Solarstrom maximal im Unternehmen bleibt. Damit erreichen wir eine optimale Eigenversorgung und maximale Wirtschaftlichkeit für die Betriebe.“ ergänzt der Solarexperte.

Lastprofile sind die Strom-DNA der Unternehmen. Jedes Gewerbe besitzt ein typisches Lastprofil, an welchem Tag und zu welcher Tageszeit wie viel Strom benötigt wird. Mit Hilfe dieses Profils ist es möglich eine sehr genaue Eigenverbrauchsquote vorab zu prognostizieren und damit eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zu erstellen. Bei Betrieben mit einem Jahresverbrauch von mehr als 100.000 Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) werden die tatsächlichen Lastgänge viertelstündlich gemessen und die 36.000 Lastgangmessungen im Jahr werden an den Stromnetzbetreiber (EVU) automatisch übertragen. Diese Daten können beim zuständigen EVU angefordert werden. Liegt der Stromverbrauch unter 100.000 kWh/a und damit kein eigens Lastprofil vor, kann man für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der erzielbaren Eigenverbrauchquote ein Standardlastprofiel des BDEW (Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft) nutzen. Diese Lastprofile zeigen die Tages- und Wochenverläufe verschiedener Gewerbe auf.

Zusätzlich können Stromspeicher helfen, den Eigenverbrauch weitergehend zu optimieren. Hier haben sich innerhalb weniger Jahre Speicher-Akkus auf Lithium-Ionen-Basis, dank ihrer hohen Energiedichte, des geringen Speicherverlust und der sehr hohen Lebensdauer, als wichtigste Speichertechnologie durchgesetzt. Zudem können diese Speicher gegenüber herkömmlichen Blei- oder NiCd-Batterien extrem schnell be- und entladen werden, sind nahezu wartungsfrei und haben keinen nachteiligen Memory-Effekt.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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