Jan 08

Die rheinland-pfälzische Bruttostromerzeugung lag im Jahr 2011 nach einer vorläufigen Auswertung der Energiestatistiken bei knapp 16,4 Milliarden Kilowattstunden und damit rund ein Prozent niedriger als im Jahr zuvor. Die hohe Zahl an neu installierten Windkraft- und Photovoltaikanlagen ließ den Anteil des aus erneuerbaren Quellen erzeugten Stroms auf über 29 Prozent steigen, nachdem er im Vorjahr bei rund 26 Prozent gelegen hatte. Die so erzeugte Strommenge erhöhte sich gegenüber dem Jahr 2010 um 10 Prozent auf den neuen Rekordwert von 4,8 Milliarden Kilowattstunden.

Den größten Zuwachs wies die Stromerzeugung aus Windkraft auf. Sie stieg um 509 auf über 2.200 Millionen Kilowattstunden (plus 29 Prozent). Aus Photovoltaikanlagen stammten 922 Millionen Kilowattstunden, 53 Prozent mehr als im 2010. Die Wasserkraftanlagen im Land lieferten dagegen nur 754 Millionen Kilowattstunden, fast ein Drittel weniger als im Jahr zuvor. Ursache hierfür waren die geringen Niederschläge und die demzufolge niedrigen Wasserstände in den Flüssen. Nach dem Klimaschutzbericht des Deutschen Wetterdienstes fiel im Jahr 2011 in Rheinland-Pfalz nur 80 Prozent der Niederschlagsmenge der Referenzperiode 1961 bis 1990.

Nach der Energiebilanz des Landes wurden im Jahr 2010 in Rheinland-Pfalz 28,9 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Legt man diesen Verbrauch auch für das Jahr 2011 zugrunde, hätten rechnerisch knapp 17 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien gedeckt werden können. Die gesamte im Land erzeugte Strommenge erreichte demnach rechnerisch 57 Prozent der verbrauchten Menge.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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