Okt 26

Nach der Montage von knapp 44.000 PV-Modulen ging jetzt der neue Solarpark Gnötzheim im bayerischen Martinsheim ans Netz. Mit einer Nennleistung von rund 10,2 MWp schmückt diese Freiflächenanlage als bisher größte das Projektportfolio der abakus solar AG. Bauherr ist die PVG Gnötzheim II GmbH & Co. KG.

„Das Leistungsvolumen des Solarparks ist groß genug, um eine Kleinstadt mit knapp 4.000 Haushalten das ganze Jahr über mit elektrischer Energie zu versorgen, das Modell hat Zukunft“, sagt Dipl.-Ing. Thomas Kraus, Projektleiter des Solarparks Gnötzheim bei der abakus solar AG.

Bauherr des ambitionierten Projekts ist die PVG Gnötzheim 2 GmbH & Co. KG, die als Gesellschaft zur Entwicklung und Errichtung des Solarparks gegründet wurde. Die PVG entwickelte das Photovoltaik-Projekt aus einem Verbund von ehemaligen Ackerflächen. Diese pachtet das Unternehmen von mehreren Landwirten. Die Gesamtleistung von rund 10,2 MWp verteilt sich so nun über fünf Areale, die untereinander durch eine Mittelspannungstrasse miteinander verbunden sind. Mitten durch die PV-Felder verläuft eine Bahntrasse, die als Standortfaktor laut Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) noch eine Vergütung für Freiflächenanlagen auf Äckern erzielt.

Die eingesetzten polykristallinen Photovoltaikmodule des taiwanesischen Herstellers AU Optronics Corp., einem strategischen Partner der abakus solar AG, erfüllen höchste Qualitätsansprüche und garantieren einen maximalen Ertrag. Sie wurden auf einem etwa 2,2 Meter hohen Gestellsystem aus Stahl und Aluminium installiert. Dabei sind jeweils zwei Module mit einer Neigung von 22° in südlicher Richtung hochkant übereinander angeordnet. 13 Zentralwechselrichter mit 7 Trafostationen der SMA Solar Technology AG wandeln den photovoltaisch erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Die Firma skytron® energy GmbH & Co. KG lieferte die Komponenten für das Monitoring-System, das später eine möglichst lückenlose Anlagenüberwachung gewährleistet. Die neue Freiflächenanlage wird jährlich nun rund 10.000.000 kWh an Strom erzeugen, der über eine neu errichtete Kabeltrasse zu einem sechs Kilometer entfernten Umspannwerk geleitet wird. Dort trifft der 20 kV Mittelspannungsstrom auf weiteren regenerativ erzeugten Windstrom. Gemeinsam mit diesem wird der Sonnenstrom auf 110 kV Hochspannung zum Weitertransport hoch transformiert. Der Betrieb des Solarkraftwerks spart in etwa 9.350 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

„Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren weitere Anlagen dieser Größenordnung errichten werden, um die Technologie weiter voran zu treiben“, so Kraus.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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