Apr 30
Stiftung Hamburg Maritim und Hamburg Energie weihen größte Solaranlage der Stadt ein (Foto: Hamburg Energie)

Stiftung Hamburg Maritim und Hamburg Energie weihen größte Solaranlage der Stadt ein (Foto: Hamburg Energie)

Auf den historischen Kaischuppen 50-52 hat Hamburg Energie im Rahmen seines 10-MW-Projekts die größte und leistungsfähigste Solaranlage der Hansestadt errichtet. Die Solaranlage auf den denkmalgeschützten Schuppen der Stiftung Hamburg Maritim erzeugt auf einer Fläche von mehr als vier Fußballfeldern sauberen Strom aus Sonnenkraft. Im Zuge ihrer heutigen Einweihung wurde auch der neue Hamburger Solaratlas vorgestellt. Er zeigt erstmals das Solarpotenzial für Dachflächen im gesamten Stadtgebiet.

Mit dem symbolischen Anschluss an das Stromnetz wurde die Photovoltaikanlage auf den Schuppen 50-52 heute von Dr. Stefan Behn, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Hamburg Maritim und Mitglied des Vorstands der Hamburger Hafen und Logistik AG, sowie Michael Beckereit, Geschäftsführer von Hamburg Energie, eingeweiht. Rund zwei Millionen Euro investierte der städtische Energieversorger Hamburg Energie in den Bau der Anlage und mietet für ihren Betrieb rund 30.000 Quadratmeter Dachfläche von der Stiftung Hamburg Maritim. Mit einer Leistung von einem Megawatt produziert sie künftig etwa 850.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Die Menge entspricht dem Jahresbedarf von ca. 315 Haushalten. „Die Stiftung Hamburg Maritim setzt sich dafür ein, die maritime Geschichte Hamburgs zu bewahren. Die Einnahmen aus der Dachflächenvermietung leisten dazu einen wertvollen Beitrag. Mit der Produktion von umweltfreundlicher Energie verbindet die neue Solaranlage die Bewahrung der Vergangenheit mit dem Schutz der Zukunft“, so Dr. Stefan Behn anlässlich der Einweihung. Um den Anforderungen des Denkmalschutzes zu entsprechen, wurden die Solarmodule auf den historischen Schuppen von der Herstellerfirma, der Dresdner Solarwatt AG, eigens mit einer speziellen Einrahmung angefertigt.

Die Photovoltaikanlage auf den Schuppen 50-52 bildet den Schlusspunkt der Mitte 2010 gestarteten Solaroffensive von Hamburg Energie. Seitdem hat der städtische Energieversorger 23 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 11,3 Megawatt errichtet und damit das Ziel von zehn Megawatt zusätzlicher Solarleistung für die Hansestadt übertroffen. „Durch die Solaroffensive ist Hamburg Energie in nur eineinhalb Jahren zum größten Solaranlagenbetreiber Hamburgs geworden“, so Michael Beckereit. Die Anlagen wurden mittels einer Bürgeranleihe finanziert. 328 Anleihezeichner profitieren dank der sechsprozentigen Verzinsung direkt vom Ausbau der Solarenergie in der Hansestadt.

Pünktlich zur Einweihung von Hamburgs größter Solaranlage ist auch der neue Solaratlas für die Hansestadt fertiggestellt. Interessierte können unter der Internetadresse www.hamburg-energie-solar.de das Solarpotenzial ihrer Dachflächen im gesamten Hamburger Stadtgebiet analysieren. Die Vorgängerversion des Solaratlas‘ umfasste nur etwa 40 Prozent des Stadtgebiets. „Durch die Ausweitung des Solartlas‘ auf das gesamte Stadtgebiet können wir das Solarpotenzial auf Hamburgs Dächern flächendeckend erschließen“, so die Hamburger Umweltsenatorin Jutta Blankau anlässlich der Vorstellung. „Besonders interessant ist der neue Solaratlas für private Hauseigentümer: Denn neben der Eignung für den Aufbau einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung, erlaubt er nun auch die Untersuchung des Dachflächenpotenzials für Solarthermie zur Wärmeerzeugung. So kann die Sonnenkraft klimafreundlich für Heizung und Warmwasserversorgung genutzt werden.“ Ist die Dachfläche zur Energiegewinnung geeignet, finden Interessierte auf der Website Kontakte zu Anbietern und Handwerksunternehmen. Gefördert wurde der Solaratlas mit Mitteln aus dem Hamburger Klimaschutzkonzept, erstellt hat ihn der Landesbetrieb für Geoinformation und Vermessung.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

Leave a Reply

preload preload preload