Okt 30

Auf Initiative der WIRSOL-Gruppe wurde angeregt, ein vorläufiges Insolvenzverfahren einzuleiten. Dem Antrag wurde am 24. Oktober 2013 vom Amtsgericht Karlsruhe stattgegeben und Herr Rechtsanwalt Ernestus zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Nach wie vor verfolgt die Geschäftsleitung das Ziel, die Sanierung der WIRSOL-Gruppe im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens voranzutreiben. Von dieser Planinsolvenz betroffen sind die WIRSOL Solar AG, die WIRSOL Deutschland GmbH und die WIRSOL Solar System GmbH.

Die Geschäftsführung ist diesen Schritt gegangen, um die nach wie vor bestehenden Sanierungschancen in einem schwierigen Marktumfeld bestmöglich wahrnehmen zu können. Diese Maßnahme geht mit einer Beschleunigung der internen Prozesse einher und dient dazu, Kunden, Lieferanten und Banken einen Sanierungsfachmann für den laufenden Prozess zur Seite zu stellen.

Mit einem Bankenkonsortium wurde indes darüber verhandelt, der Gruppe zeitnah ausreichende Liquidität zur Verfügung zu stellen, welche die Fortführung des laufenden Betriebs bis zum Ende der Restrukturierung sicherstellen soll. Somit wird der Geschäftsbetrieb derzeit in allen Gesellschaften fortgeführt.

Die Gehälter sind durch das Insolvenzgeld bis Ende des Jahres gesichert. Die Geschäftsführung bleibt weiterhin im Amt und lenkt die Geschicke des Unternehmens. Zusammen mit den Hauptgläubigern wird derzeit an einem Sanierungskonzept gearbeitet. Neben dem angestrebten Insolvenzplan werden auch Möglichkeiten sondiert, die Zukunft der WIRSOL-Gruppe mit Hilfe externer Investoren zu gestalten. Hierzu laufen bereits Gespräche. Die zeitkritischen Projekte werden so möglicherweise außerhalb eines Insolvenzplans mit Hilfe besagter Investoren einer Fertigstellung zugeführt. Von diesen Prozessen weiterhin unberührt bleiben die Windsparte, das Privatkundengeschäft und die Gesellschaft für technische Betriebsführung.

Über den Autor Robert

Robert ist Online-Redakteur für phovo.de - dem Blog für eine solare Zukunft.

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